28 oktober t/m 21 januari WALDEMAR OTTO - SKULPTUREN AUS WORPSWEDE

Im Herbst präsentiert Museum Flehite in Amersfoort eine Ausstellung mit Skulpturen von Waldemar Otto, dem deutschen Künstler, der in dem bekannten Künstlerdorf Worpswede wohnt und arbeitet. Die Arbeiten Ottos sind figurativ, wurden im Laufe der Jahre jedoch immer abstrakter. Genau diese Entwicklung wird in der Ausstellung von Museum Flehite deutlich.

Unweit von Bremen liegt das kleine Dorf Worpswede. In dieser malerischen Umgebung wurde 1889 die berühmte Künstlerkolonie Worpswede gegründet, die seitdem der Heimatort diverser wichtiger deutscher Künstler war. Waldemar Otto ist einer der zeitgenössischen Künstler, die dort seit 1976 wohnen und arbeiten. Otto (Polen, 1929) flüchtete 1945 mit seinen Eltern nach Deutschland und nahm 1948 sein Studium zum Bildhauer in Berlin auf. Seinen ersten Erfolg erzielte er 1957 mit dem Preis der Großen Berliner Kunstausstellung.  Danach machte er sich vor allem in Norddeutschland einen Namen und realisierte einige große Projekte in deutschen Städten.

Waldemar Otto ist ein leidenschaftlicher Verfechter der figurativen Bildhauerei. Dabei ist er fortwährend auf der Suche nach dem menschlichen Aspekt, sowohl was die Form als auch was den Inhalt angeht. Seit Jahren konzentriert er sich vor allem auf den Torso. Er kennt die Proportionen des Körpers wie kein anderer und benötigt kein Modell (mehr). Er schafft seine Skulpturen naturgetreu, modelliert jedoch aus dem Kopf.

Otto arbeitet gerne gemäß einer thematischen Ordnung, die in Serien von – wie er sie nennt – 'Werkgruppen' resultiert. Auf diese Weise entstehen Serien mit Namen wie Torsi, Mensch und Maß sowie Gewandfiguren. Auch Themen aus dem klassischen Altertum und der Mythologie kehren regelmäßig wieder.

Im Laufe der Jahre hat Otto seine Motive abstrahiert. Seine Skulpturen entwickelten sich von Rodin-artigen Gestalten hin zu immer stilisierteren Formen und Figuren, die von Constantin Brancusi und Jean Arp inspiriert sind. Die Ausstellung Waldemar Otto - Skulpturen aus Worpswede im Museum Flehite zeigt diese Entwicklung in einer durchgehenden Linie.

Zu sehen vom 21. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2018.