19 oktober t/m 26 januari Engelbert L'hoëst - 100

Am 15. September 1919 wurde Engelbert L'hoëst in der Nähe des Museums Flehite in der Coninckstraat geboren. Jetzt, hundert Jahre nach seiner Geburt, erinnert das Museum Flehite an den Kolorist und Expressionist, der in 2008 verstorben ist, mit hundert seiner Werke. 19. Oktober 2019 bis zum 26. Januar 2020

Bisher nicht gezeigte Kunstwerke
Speziell für diese Ausstellung hatte Museumsdirektor Onno Maurer die Ehre, hundert Werke aus der Privatsammlung der Witwe Heleen L'hoëst auszuwählen. Die Auswahl besteht größtenteils noch nie zuvor gezeighte Frühwerken (1940-1960). In dieser Zeit arbeitet Engelbert L'hoëst (Amersfoort, 15. September 1919 - Soesterberg, 9. Dezember 2008) nach freien Vorstellungen und macht primitive und abstrakte Kunst, wobei Farbe als Ausdrucksmittel verwendet wird. Deutlich erkennbar ist der Einfluss des (flämischen) Expressionismus und der Cobra, zu der unter anderem Karel Appel und Corneille gehörten.

"Ich habe keinen Stil, weil jeder Moment des Lebens wieder anders ist" (Engelbert L’hoëst)

Villa Pictura auf der Soester Eng
Engelbert L’hoëst ist ohne seine Eltern aufgewachsen und in einer Pflegefamilie aufgewachsen. Mit fünfzehn Jahren zeigte er dem Soester Maler AC Sleeswijk einige seiner Zeichnungen. Von seinem Talent beeindruckt, beherbergte Sleeswijk den jungen L’hoëst in seinem Haus, Villa Pictura am Soester Eng. Engelbert absolvierte dort einen soliden klassischen Malkurs und wurde Mitglied der De Amersfoortse Society De Ploegh. Sein Lehrer Alexander Sleeswijk starb im Hungerwinter und überließ L’hoëst sein Haus und Atelier. Mit einem weiten Blick über die Felder des Soester Eng machte er Eindrücke vom Abendhimmel, von Stillleben, von Landschaften mit feurig bewölktem Himmel und von Porträts.

Kolorist und Expressionist
Unter dem Einfluss der modernen Malerei, insbesondere der Cobra, schafft L’hoëst nach dem Krieg farbenfrohe und ausdrucksstarke Gemälde. Ein Großteil der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg lebt und arbeitet L’hoëst in Ländern wie Belgien, Frankreich, Spanien und Portugal. Genau wie Van Gogh wurde er vom mediterranen Licht Südeuropas angezogen. Er wurde zunehmend ein wahrer Kolorist und Expressionist.
Ab den 1980er Jahren stand die niederländische Flusslandschaft im Mittelpunkt seiner Gemälde und Arbeiten auf Papier.

Ein zweites Malerleben
Die Villa Pictura brannte 1959 nieder und ein großer Teil des Schaffens von L'hoëst ging verloren. Ab 1960 begann er ein zweites Malerleben in Soesterberg, wo er bis zu seinem Tod 2008 lebte. L'hoëst hatte große retrospektive Ausstellungen im Singer Laren (1989) und im Museum Flehite (2006 und posthum 2011).


Porträts L'hoëst von Modlmayr
Ein besonderer Teil der Ausstellung sind die Porträts der Künstlerin Maria-Margaretha Modlmayr. In drei Jahren hat sie nicht weniger als vierzig Porträts von L'hoëst, Zeichnungen, Aquarellen, Skizzen, Ölfarben und Kreide gemacht, von seinen ersten Jahren als Künstler bis kurz vor seinem Tod.

Maria Modlmayr (1967, Hopfen am See) studierte von 1992 bis 1999 Malerei und Grafik an der Akademie der bildenden Künste in München. Sie ist als Künstlerin bekannt, deren Arbeit sich hauptsächlich auf das menschliche Gesicht konzentriert. Dieser Teil des menschlichen Körpers spielt die größte Rolle bei der Begegnung mit einer anderen Person. Im Gesicht ist viel zu lesen, es geht nicht nur um Schönheit und Alter, sondern ein Gesichtsausdruck spiegelt die Auswirkungen äußerer und innerer Prozesse wider. Bei Modlmayrs Arbeit geht es nicht darum, das Gesicht zu erkennen, sondern um die sich bewegende, fließende, variable Natur eines Gesichts.